über die Herkunft, Abstammung, Evolution und Domestikation
sowie für die Haltung und Pflege
Wissenwertes zur Herkunft
GESCHICHTE der LANGHAARKATZEN - ein Abriß
Abstammung unserer Hauskatze und Rassekatze von der domestizierten Wildkatze
NEWS : Evolution der Hauskatze :
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" Fruchtbarer Halbmond " (Bild = freie Quelle) |
Unsere derzeitige Hauskatze (Felis silvestris catus) und mit ihr unsere jeweilige Rassekatze hat 5 Wildkatzenarten-Vorfahren, in allen ist das Erbgut von Felis silvestris lybica aus dem Nahen Osten enthalten. Die Hauskatze domestizierte sich von der Wildkatze vor 6000 - 9000 Jahren und steht der Wildkatzenart des Nahen Ostens (nicht Afrika) Felis silvestris lybica genetisch (verwandschaftlich) am nächsten, die zuerst im östlichen Teil des "Fruchtbaren Halbmond" , Naher Osten, nicht wie bisher angenommen Ägypten , domestizierte und sich von dort aus verbreitete. Es fand also eine vom Menschen unabhängige Domestikation unserer beliebten Hauskatze aus der Wildkatze statt.
Die Wildkatzen gingen offensichtlich eine Symbiose mit dem siedelnden Menschen ein, indem Vorräte von Schädlingen (Mäusen etc.) bewahrt wurden, wodurch beide , Mensch und Katze, Vorteile hatten. Alle aufgeführten fünf Wildkatzenarten sind genetisch an unserer Hauskatze beteiligt. Unter die Hauskatze fallen auch alle Rasse-Züchtungen, die durch künstliche Selektion unter Eingriff des Menschen (z.B. Perser ) entstanden , im Gegensatz zur natürlichen Selektion ohne den Eingriff des Menschen (z.B. die ursprüngliche Angorakatze oder die Norwegische Waldkatze).
Die Urahnen unserer Katze stammen aus den neuen drei Hauptgruppen
der Wildkatze (Felis silvestris) :
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Felis silvestris lybica (mit 11 Unterarten) Wildkatzen Naher Osten | | Felis silvestris ornata (mit 4 Unterarten) Asiatische Wildkatzen | | Felis silvestris silvestris (mit 5 Unterarten) Europäische Wildkatzen |
(diese 3 Bilder = freie Quelle)
sowie zwei (wahrscheinlichen) Unterarten, Felis s.cafra und Felis s.bieti . . .
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(Abb.=freie Quelle)danach scheint folgende Abstammung bewiesen : |
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Als Historische Katzenrassen kann man diese Tiere noch nicht bezeichnen, sie gehören einer Art oder Unterart an. Dies ist eine derzeitige Taxonomie, die auf Grund wissenschaftlicher Forschung jedoch ständiger Korrektur unterliegt und sich auch wieder ändern kann, siehe umstrittene Zuordnung von Graukatze (Felis bieti), die ggf. eine Unterart von Felis s.ornata ist und die Afrikanische Wildkatze (Felis cafra), ein Hybrid aus Felis s.lybica und Felis s.ornata ? Unterschiedliche Auffassungen bestehen noch in der Einordnung des Manuls , auch Pallas-Katze genannt, deren Verbreitungsgebiet sich über den südlichen Kaukasus bis hin nach Tibet erstreckt. Von einigen Wissenschaftlern wird der Manul der "Felis" - Gattung zugeordnet, andere ordnen ihn einer eigenen Gattung zu. Nur Nachkommen der ersten Generation ( F1 ) aus Kreuzung von Manul und Wildkatze sind fruchtbar, außerdem höchstwahrscheinlich nur weibliche. Das bedeutet jedoch, dass sich Erbmaterial vom Manul durchaus weiterverbreitet haben könnte.  | Manul ,Pallas-Katze (Abb.=freie Quelle) | Die derzeit aktuellen drei Hauptgruppen der Art "Felis silvestris"(Wildkatze) allein enthalten weitere Unterarten, "Felis s.lybica" (Wildkatze Naher Osten), vorher Afrikanische oder Nubische Wildkatze bzw. Falbkatze weitere 11 oder "Felis s.silvestris"(Europäische Wildkatze) weitere 5 und "Felis s.ornata" (Asiatische Wildkatze) 4, deren Aufführung hier jedoch den Rahmen sprengen würde und aufzeigt, wie vielschichtig die Gattung "Felis" ist. So enthalten die Art "Felis chaus"(Rohrkatze) 8, "Felis margarita" (Sandkatze) 5 und "Felis nigripa" (Schwarzfußkatze) 2 weitere Unterarten, die jedoch nicht mit den heutigen Hauskatzen verwandt sein sollen.  | |  | | 
| Felis chaus (Rohrkatze) mit 8 Unterarten | | Felis nigripa (Schwarzfußkatze) mit 2 Unterarten | | Felis margarita (Sandkatze) mit 5 Unterarten | (3 Abb. = freie Quelle) Im westlichen Europa (angeblich 300000 Jahre alt), richtige Identifizierung vorrausgesetzt, wurden Fossile Funde der Wildkatze (Felis silvestris) gemacht. Die Mitglieder der Gattungs-Art "Felis silvestris " innerhalb der Gattung "Felis" spalteten sich nach neuesten Forschungsergebnissen bereits vor mehr als 100000 - 200000 Jahren auf. Hauskatzen stammen aus mindestens fünf Gründer aus der ganzen Region (des Fruchtbaren Halbmondes), deren Nachkommen wurden in der ganzen Welt (im Zuge der gezielten Landwirtschaft und Ausbildung der Hochkulturen) durch menschliche Hilfe transportiert. (Science 27 July 2007)  Wenn man davon ausgeht, dass Gattungsmitglieder untereinander fruchtbar sind (Begattung) ist die Theorie, dass sich die Wildkatze (Felis silvestris) auch mit den anderen , wie Sandkatze oder Rohrkatze gepaart hat, nicht gänzlich von der Hand zu weisen. Der Nachteil der DNA-Analysen ist, dass Erbgut nach solch einer großen Zeitspanne verfälscht wird, bzw. nicht mehr nachweisbar ist. ( Quellen :wissen.de ; wissenschaft-online.de ; biolib.cz ; Spektrum der Wissenschaft) Siehe auch untere Grafik speziell für die Arten "sylvestris" der Gattung "Felis" " s." steht dabei jeweils für die Abkürzung "sylvestris" bzw. "silvestris" © |
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Unsere Hauskatze mit allen gezüchteten und natürlichen Rassen hatte fünf Urahnen (Uni Oxford 2008) Würde die Hauskatze (Felis silvestris catus) , die mit der Wildkatze des Nahen Ostens (Felis silvestris lybica) monophyletisch ist (gemeinsame Stammform) , eigenständig geführt, wären es sechs Beteiligte.(Quelle) Fruchtbare Nachkommen erzeugen nach derzeitigen Erkenntnissen nur Kreuzungen aus Felis s. lybica (incl. Felis s.catus (Hauskatze)), Felis s.ornata und Felis s. silvestris sowie natürlich deren Hybride (Kreuzungen) Felis silvestris Catus (Hauskatze) mit den derzeitigen 4 Rasse-Gruppen  | |  | |  | | 
| Gruppe I Persian + Exotic (Langhaarkatzen) | | Gruppe II Semi-Langhaar (Halblanghaarkatzen) | | Gruppe III Kurzhaar + Somali (freie Quelle) | | Gruppe IV Siamesen + Orientale | Diese Gruppen widerum enthalten eine große Anzahl von Rassen, daneben existieren eine Reihe von natürlichen Kreuzungen ohne spezielles Zuchtziel Die Langhaarkatzen  |
| Die langhaarigen Katzen , wie auch ihre kurzhaarigen Schwestern, entwickelten sich nach neusesten wissenschaftlichen Erkenntnissen aus einer vom Menschen vor deren Seßhaftwerdung unabhängigen Selektion. So scheint eine plausible Ursache bereits vor 1000den von Jahren für die Langhaarigkeit z.B. die im Osten und Norden des fruchtbaren Halbmondes angrenzenden Hochgebirge, wie das Iranische Hochland und der Kaukasus gewesen zu sein, die eine natürliche Anpassung hervorriefen und nur Tiere mit schützendem langen Pelz überleben ließ. Auch die weiße Fellfarbe macht demnach Sinn, ähnlich den Schneehasen, da diese Farbe in den Schneegebirgen eine hervorragende Tarnung darstellte im Gegensatz zu den sandfarbenen oder grauen Tieren wärmerer Regionen oder des gefleckten Fells in bewachsenen Gegenden. Einkreuzungen mit der Pallaskatze (Manul), die angeblich bereits vor ca. 10 Mio Jahren erschien und ein besonders langes Fell hat, sind weder bewiesen noch widerlegt (siehe oben). Besondere jeweilige Eigenschaften festigten sich offensichtlich im Zuge der "Neolithische Revolution" (9000v.Chr. - 5500 v.Chr.) durch beginnende Seßhaftigkeit der Nomaden und beginnenden Ackerbau und verbreitete sich später im Zuge der kulturellen Entwicklung der Hochkulturen ausgehend vom "Fruchtbaren Halbmond" (Mesopotamien 5500v.Chr.) über Ägypten , das Industal bis in den Norden Chinas. Dies erklärt vielleicht auch den späteren Kult um die schlanke, hochbeinige, kurzhaarige, langnasige Katze in Ägypten zur Zeit der Hochkultur dort und die Verehrung der langhaarigen, kurzbeinigen, rundköpfigen Katze in Asien, insbesondere China im frühen Mittelalter. |
Erst nach einem düsteren Kapitel der Verfolgung der Katzen im Mittelalter des heutigen Europa folgte eine zaghafte Verbreitung der
( Langhaar-) Katzen in Europa von Kleinasien aus.
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16. Jh. "Mit weißer Katze" (freie Quelle) |
Um 1620 - Angeblich werden Vorfahren der Langhaarkatzen (grau,schwarz )
aus der Provinz Chorasan durch den Italiener Pietro della Valle nach Europa , Italien eingeführt, widerlegt in Enzyklopädia Iranica - Provinz Khorasan - Gebiet zu Della Valles Reisezeit 1618 im äußersten Osten Persiens, wo er allerdings nicht war
Etwa zeitgleich etwas später werden durch
den Franzosen Nicolas-Claude Fabri de Peiresc aus der Angora-Region (Türkei), in anderen Quellen Angora (Syrien) siehe weiter unten ,u.a. weiße Tiere nach Frankreich importiert. In "Europa" tobte von 1618 - 1648 der Dreißigjährige Krieg, in Kleinasien umkämpften Osmanen und Safaviden u.a. die Region des heutigen Aserbeidschan - eine Zeit, ähnlich die der "Wende" (Beitritt), in der Geschichte sicher z.T. nicht so geschrieben wurde, wie sie tatsächlich stattfand.
Äußerst merkwürdig ist, dass Della Valle erst 3 Jahre( 1621) nach seiner Reise (1618) mit Schah Abba I. in seinem 9. Brief von schönen grauen Katzen mit buschigem Schwanz berichtet, merkwürdig auch, dass sich diese Textpassagen viel flüssiger mit Hilfe einer Übersetzungssoftware übersetzten lassen als die anderen, scheinbar in älterem Sprachrhytmus geschriebenen. Merkwürdig, dass Della Valle selbst garnicht im östlich gelegenen Chorasan war (siehe Reisestationen). 1618 kehrte er von Täbris krank nach Isfahan zurück und blieb dort 3 Jahre, um sich zu kurieren. Man wird beim Studium den Verdacht nicht los, als seien diese Textpassagen, in denen von Rassekatzen, nicht von Art oder Gattung, die Rede ist, 300 Jahre später hinzugefügt worden. Zumindest kann danach die Herkunft der Katzen nicht eindeutig bewiesen werden, auch ist nicht bewiesen, dass er Katzen mit nach Rom brachte. Möglich wäre, dass er Berichte über sie auf einem Basar in Isfahan gehört hat, die nicht der Wahrheit entsprochen haben müssen .

Karte aus dem Jahr 750 - Historisch lag und liegt die Provinz Khorasan (Chorasan) weit östlich , wo Pietro Della Valle nicht war. In Kleinasien dehnte sich das Osmanische Reich (Abb. unten rot) durch Eroberungen mehr und mehr aus. Das Safavidische Reich reichte zur Reisezeit Della Valles weit in das spätere Osmanische Reich hinein und grenzte fast an die Angorische Region. Die Dynastie der Safaviden unterwarf in den Jahren nach ihrer Gründung (1501) Persien und den Irak. Della Valle begleitete 1618 Schah Abba I. auf einem seiner Feldzüge gegen die Osmanen bis nach Täbris. Ankara (früher Angora) wurde erst 1923 zur Hauptstadt der Türkei ernannt, da das riesige jahrhunderte alte Osmanische Reich (daher auch der irreführende Ursprung Syrien, welches auch erobert wurde) nach dem 1.Weltkrieg aufhörte zu existieren. Vor Ernennung Angoras (Ankara) zur Hauptstadt bezeichnete dieser Begriff die gesamte Region um diese , zu der Zeit unbedeutende Stadt Anatoliens (Kleinasien). Vorherige Hauptstadt des Osmanischen Reiches war Istanbul. Als "Khorssan" wurde ein Gebiet weit östlichen im Safavidischen ( Persischen) Reich bezeichnet.
Allem Anschein nach wurde die Geschichte bzw. der Ursprung der "Perser" zu Beginn des 20.Jh. mit Entstehung der ersten Zuchtvereine und Niederlage des Osmanischen Reiches so hingebogen, dass diese langhaarigen Katzen , statt aus der Angorischen, auf Grund einer Erwähnung de la Valles der Khorasanischen Gegend entstammten.
Ich stelle die gewagte These auf, dass hier an zeitgeschichtlichen Zusammenhängen bzw. Örtlichkeiten entweder "gedreht" oder ggf. unwissentlich verfälscht wurde, um event. aus der eigentlichen Sibirischen Katze oder der Angorakatze den "Perser" zu etablieren und halte daher an der "Klassischen Angorakatze" fest.
Unterstützt wird meine These von der Enzyklopädia Iranica
Es ist davon auszugehen, dass beide langhaarige Katzen (grau und weiß) einen gemeinsamen Ursprung (Genpool) haben , und lediglich Variitäten Dieser durch natürliche Selektion sind (im Hochgebirge weiß, in gemäßigter Zone grau) und durch Handelswege verbreitet wurden. Auch gibt es verschiedene Thesen für den Ursprung der Langhaarigkeit , von der umstrittenen Abstammung vom Manul (Pallaskatze) Asiens, oder einer langhaarigen Sibirischen Katze , Kreuzung dieser und weitere Überlegungen. Seit einigen Jahren beschäftigt dies (siehe oben ) u.a. auch die Wissenschaft...
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1618 -Reisestationen Pietro Della Valle im WESTEN (rote Punkte) | | historische Provinz Khorasan im OSTEN |

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1614 - 1624 Reise Pietro Della Valle (rot -hin , pink/violett - zurück) - er war nicht im Gebiet Chorasan, jedoch mit Abbas I. in der Nähe vom Gebiet Angora, 200 km vom Van-See entfernt |
Quellen: Reise Pietro Della Valle , Karten Osmanisches Reich, Khorasan, Safaviden - Wikipedia ; Beschriftung - Autor
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Schaut man sich alle Karten genau an, so leuchtet in Zusammenhang mit den geschichtlich bedingten Überschneidungen des Osmanisches Reiches (mit Region Angora - 70000 qkm) mit den Gebieten des Safavid-Empires , sowie den zwischen diesen bestehendem Eroberungsgeschehen und Handelswegen im Alten Orient Anfang des 17.Jh. (1626), als Pietro della Valle die Katzen angeblich ausgeführt haben soll, ein, dass die Angora -Katze und die später als Perserkatze benannte aus demselben Gebiet stammt . Das Safavid-Empire reichte zu Zeiten Della Valles bis an das Angora-Gebiet heran . Wer an der Ansicht und den Recherchen des Landes interessiert ist, aus dem angeblich die Perserkatze stammt, kann sich hier ausführlich informieren.  Beide Abb. stellen (Ende 19.Jh.) eine Angorakatze dar - es scheint, als ob sie links ein Winterfell, rechts ein Sommerfell trägt, ähnlich der heutigen Norweger und Sibirer , die einen Fellwechsel haben. Angorakatze, Sibirische Katze und Norwegische Waldkatze haben sich ohne menschlichen Eingriff entwickelt und können daher zu den historischen Katzenrassen, den sogn. Naturrassen gezählt werden. Erst ab Ende des 19. Jh. wurden unter Zuhilfenahme ihres Genmaterials die Moderassen Perser, Maine Coon, Britisch Kurzhaar, Britisch Langhaar usw. mittels künstlicher Selektion gezüchtet. |
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Kartäuser - später Malteser,Chartreux,Khorassan, (dunkelgrau), später Perser (siehe merkwürdig)(Bild freie Quelle) | | Angorakatze (weiß) (Bild freie Quelle) |
Der Begriff Kartaus bezeichnet eine Einsiedelei , auch Klöstern - daher könnte man annehmen, die "Kartäuser-Katze" sei dort gehalten worden, was Mönche des Kartäuser-Ordens jedoch verneinen. Daher dürfte der Name von der Farbe des Fells stammen, welches so grau wie die Mönchs-Kleidung war, die aus einem bestimmten Stoff gefertigt wurde.
Daneben wurden langhaarige Katzen, nicht mehr nachweislich, mit Reisenden und später Handelsschiffen aus allen Regionen Asiens mit Aufblühen der Handelstätigkeit im 18. und 18. Jh. (Ost-,Zentral-,Nord-,Südostasien) mitgebracht. Die Haltung war den reichen Häusern vorbehalten, die sich untereinander auch mit diesen für die westliche Zivilisation wertvollen, seltenen Tieren beschenkten und es somit zur Vermischung der Anlagen kam. Sicher gelangte auch das eine oder andere Tier unters Volk und vermischte sich mit üblichen Hauskatzen.
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12. Jh. - Katzen aus Ost-Asien (China), mit dem dort typischen breiten Kopf, eigentlich müßten die heutigen "Perser" also "Chinesen" ? heißen... |
Die These, dass die Angorakatze nach der Hauptstadt der Türkei benannt wurde, kann sich nicht halten, da Angora(Ankara) erst 1923 nach Niedergang des Osmanischen Reiches zur Hauptstadt ernannt wurde. Lediglich die Annahme, dass die Katze aus der Region Angoras stammte, rechtfertigt den Namen, wie auch den der Angoraziege u.ä.. , da im damaligen Osmanischen Reich, nach 1919 Türkei, in der Region Angora diese langhaarigen Tierarten als wirtschaftlich wichtiger Woll- und Fell-Lieferant gehalten und exportiert wurden. Es ist nicht eindeutig nachweisbar, seit wann die Langhaar-Katzen überhaupt als Angorakatzen betitelt wurden, denn die Langhaarigen waren zunächst die sogn.Asiatischen, also z.B. : Chinesische, Sibirische, Angorensische. Später, weil besonders aus Frankreich nach England importiert : die Französischen. Es scheint jedoch der Zusammenhang mit den anderen langhaarigen Tieren der Region zum Namen geführt haben. Daher konnten sich auch Begriffe wie "Italienische" oder "Chinesische" nicht durchsetzten .
Zu der Zeit war die (Haus)Katze - an sich - auch (noch) in Eurpoa ein Nutztier . Im Winter wurden die Tiere z.T. geschlachtet, gegessen und das Fell verkauft. Sie wurden vorrangig als Mäusejäger eingesetzt. Eine gezielte Zucht fand nicht statt. Über 300 Jahre hatten die langhaarigen Vierbeiner in Europa Zeit, ihre Erbanlagen auch mit den vorhandenen bisherigen Hauskatzen auszutauschen, und so gab es eine Angleichung der Langhaarigen im Aussehen, die Unterschiede , außer in der Fellfarbe, vermissen ließ. Erst Ende des 19. Jh. gelangten sie auch vermehrt nach Amerika.
Noch 1834 heißt es im Damen Conversations Lexikon, Band 1. Leipzig 1834 :
"Angorakatze, eine Katze von blendend weißer, beinahe in's Röthliche spielender Farbe. Sie hat, wie die Ziege von Angora, ihren Ruf dem sehr langen, weichen, seidenartigen Haar zu danken. Durch die Armenier kommen sie nach Triest und Venedig, und verbreiten sich von dort weiter. Die wunderschönen Thiere arten bei uns schon im dritten Gliede gänzlich aus, so daß sie fast nicht mehr von den gewöhnlichen weißen Katzen zu unterscheiden sind. Sonst waren sie für die Damen so sehr in der Mode, wie Puder und Schönpflästerchen; jetzt sieht man sie nur noch selten."
oder im Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, Band 2. Leipzig 1838 :
"Die wichtigsten Abarten der Katze sind: die angorische Katze mit, besonders um den Hals, langen, silberweißen oder gelblichen, seidenartigen Haaren; die Cyperkatze mit schwarzen, auf dem Rücken geraden, an den Schenkeln gewellten Streifen; die weiß, gelb und schwarz gefärbte Spanische, die dunkelaschgraue feinhaarige Karthäuserkatze, die rothgelbe langköpfige, die schwarze, javanische, cyprische, syrische, libysche, cretische Katze u. m. a. Nach Amerika sind die Katzen erst durch die Spanier gebracht worden."
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"Karthäuserkatze"(von Kartaus ohne "h") | | Angorakatze |
( 2Abb. = freie Quelle)
1871 - fand die erste Ausstellung langhaariger Katzen im Crystal Palast, London statt.
1881 - fand die erste derartige Ausstellung in Boston, Amerika, statt.
1887 - Gründung des ersten Katzenvereins in England, NCC - National Cat Club, der1910 - durch den GCCF -
Governing Council of the Cat Fancy ersetzt wurde.
1898 "The Angora Cat", Boston, James Brothers
1907 - heißt es in Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 10. Leipzig :
"Von Spielarten unterscheidet man quer schwarzgestreifte Cypernkatzen, bläulich aschgraue bis bläulich schwarze, lang- und weichhaarige Kartäuserkatzen mit schwarzen Lippen und Fußsohlen, weiß, schwarz und rotgelb gefleckte spanische Katzen, die chinesische K. mit Hängeohren und langem, seidenweichem Haar, die in China gemästet und gegessen wird, die siamesische K. mit kurzem, glatt anliegendem Haar, isabellfarben, an Schwanz, Ohren, Beinen und im Gesicht schwarzbraun; die Angorakatze (F. domestica angorensis), mit langem, seidenweichem, weißem, gelblichem oder gräulichem Haar, auch bunt, mit fleischfarbenen Lippen und Sohlen."
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Chinesische Katze mit Hängeohren |
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oben : frühere Zwergkatze frühere Falbkatze unten : - " - Angorakatze - " - Wildkatze |
(Abb. = freie Quelle)
1909 - trat erstmals offiziell der amerikanische CFA - Cat Fanciers Association, in
Erscheinung, der jedoch erst 1919 eine offizielle Satzung beschloss.
In dieser Zeit gab es die ersten Kontroversen. So publizierte z.B. Frances Simpson
1903 - im " Buch der Katzen" sinngemäß : " Da es kaum Unterschiede zwischen den Langhaarkatzen, also den Persern und Angoras gäbe, möge ihr verziehen werden,wenn sie die Angorakatze ignoriere"
(Mary Frances Simpson Ende 19.Jh. mit weißer Angorakatze vor dem Crystal-Palast)
1909 - Dorothy Bevill Champion beklagt in ihrem Buch "Unsere Katzen ", dass Fehlen einer
Unterscheidung von Merkmalen Langhaariger Katzen bei englischen Züchtern.
Wie sollte es auch - fast 300 Jahre hatten die Tiere durch Kreuzung, gewollt oder ungewollt Zeit, sofern sie sich überhaupt außer der Fellfarbe unterschieden, in den sonstigen Merkmalen zu ähneln oder gar gleich zu sein.
Es kann wohl davon ausgegangen werden, dass der Begriff "Perser" sich erst zu Beginn des 20.Jahrhunderts etablierte, in Zusammenhang mit den ersten Katzenausstellungen vor der Jahrhundertwende und dem Zuchtprogramm CFA und des GCCF 1919, zumal erstaunlicherweise (warum wohl ???), die Zuchtbücher in Großbritanien , die aus den Jahren davor bis 1910 zunächst vorhanden waren, verschollen sind, so dass lediglich Zuchtbuch-Nachweise ab 1925 bestehen. Mir ist nicht bekannt, dass in den USA die Zuchtbücher ebenso weit zurück reichen.
Da liegt der Verdacht sehr nahe, dass hier etwas vertuscht werden sollte, und die Geschichte über die Herkunft der Langhaarkatze aus Persien verfälschend herhalten mußte.
1914 - 1. Weltkrieg - Das Interesse an der Katzenhaltung , zumindest im Volk, beschränkte
sich noch vorrangig auf die Nutztierhaltung (auch Katzenfelle wurden u.a. gehandelt)
1919 - mit Schaffung der Satzung der CFA (Amerika) erschien nun auch ein Zuchtprogramm ,
mit Kurz -u. Langhaarrassen ( high-bred) . Die Langhaarigen, die sich durch Einkreuzung
aus asiatischer, russischer oder europäischer Herkunft ähnelten, wurden zu ungunsten der
Angorakatze nun als "Persian Cat" bezeichnet.(siehe oben merkwürdig)
Während dessen in Deutschland :
1909 - noch unter "Die Hauskatze" ,in : Monographie unserer Haustiere,von Schuster
2.Band, werden
- Katzen aus China mit lichtgelber Farbe und langem, seidenweichem Fell,Hängeohren
- Siamkatze
- Angorakatze (damals noch unter "Felis maniculata domestica angorensis")
genannt (Farbschläge : weiß,blassblau,blassgelb,schwarz und bunt gemischt)
mit seidenweichem , fingerlangem Fell
- sibirische Katzen (grau, blaugrau)
genannt,
sowie eine Untersuchung von Katzenschädeln der Wildkatze und der Hauskatze:
- bei den Wildkatzen wölbt sich die Stirn (Vorkommen besonders Kaukasus,Rumänien,
Harz und Rheingebiet)
- die Hauskatze dagegen hat einen flacheren,längeren und schmaleren Schädel
1911 - berichtet Emil Brass in " Aus dem Reiche der Pelze" von jährlich 170 000 Katzenfellen allein aus Deutschland, die im Rauchwarenhandel von Kürschnern zu Kleidungsstücken verarbeitet werden.
Die Unterart der Wildkatze (Felis sylvestris), die Waldkatze (Felis sylvestris sylvestris) stimmt heute nachgewiesener Weise genetisch am wenigsten mit den Hauskatzen überein, da sie ein Kulturflüchter ist, wohl aber fanden Kreuzungen zwischen beiden statt. Die Hauptbeteiligten waren die Unterarten Falbkatze (Felis sylvestris lybica) und an 2.Stelle die Steppenkatze (Felis sylvestris ornata) Über den Ursprung der Langhaarigkeit wird noch gestritten. Offensichtlich aber gelang eine Selektion außerhalb der Domestikation, da langhaarige Tiere auch in der Wildbahn, besonders im asiatischen Raum, anzutreffen waren. Die Biogeographie wird sicher bald Näheres wissenschaftlich untersuchen und mitteilen.
Neuere genetische Untersuchungen zeigen, dass heutige Perser nicht (mehr) verwandt sind mit Katzen aus dem Nahen Osten, sondern mit Katzen aus Westeuropa.
Sollte es Zusammenhänge damit geben, dass die in Amerika als "Perser" gezüchteten "Angoras" dadurch, dass sie erst mit den großen Einwanderungswellen Ende des 19. Jh. und in den Nachkriegszeiten "übers große Wasser" gelangten, bereits mit westeuropäischem Erbgut, etwa Wild-o. Hauskatzen, überschwemmt waren ?
1928 - 1. Reichsausstellung für Edelpelztiere Berlin des Reichsverbandes Deutscher
Silberfuchs - u. Edelpelztierzüchter e.V.
bei denen auch sogn." Pelzkatzen" ausgestellt wurden.
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Deckblatt | | Textauszug |

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Vor -u. Rückseite Katzenfell | | Schnittmuster Kürschner (Katzenfell) | | sogn. "Räderkatzen" |
(Abb. = freie Quelle)
Im gleichen Jahr veröffentlicht Friedrich Schwangart (1928) in der Zeitschrift " Die Pelztierzucht" einen Sonderdruck der "Arbeiten der Reichszentrale für Pelztierforschung ": Abhandlungen " Zur Stammes - u. Typenkunde der Hauskatze "
Erst im Jahr 2002 ( ! ) haben die deutschen Pelzfachverbände für ihre Mitglieder mit Rücksicht auf die aufgekommene Diskussion in den westlichen Ländern eine freiwillige Verzichtserklärung auf den Handel mit Hundefellen und von Hauskatzenfellen unterzeichnet (zusammen mit dem Welt-Pelzdachverband IFTF - International Fur Trade Federation). Seit dem 31. Dezember 2008 dürfen nach einem Beschluss der Europäischen Union keine Katzen- und Hundefelle mehr in die Länder der EU eingeführt oder aus der Union ausgeführt werden.
1931 - wird im "Katzenbuch" von Reinhardt & Vaeth eine Synopsis der Hauskatzen nach
Schwangart angeführt , die zwischen "Kurzhaarigen" und "Langhaarigen" unterscheidet,
und dabei die ANGORA - Katze folgendermaßen angibt :
" 2. ANGORA , in England nicht mehr als selbständige Rasse anerkannt "
dafür heißt der gleiche Schlag nun unter 3. erstmalig "Deutsches Langhaar"
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Auszüge | | "Katzenbuch" |
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ANGORA ,"Meyers Konvers.-Lexikon 6.Auflage" | | Deutsches Langhaar 1942,"Unsere Katze" |
Der Begriff Angorakatze verschwand , zumindest in der Züchtersprache durch Vermeidung fast völlig. Jedoch überwogen zur Zeit Stammbäume in denen mehrere Rassemischungen zu finden waren.
Viel Zeit bis Mitte des 20.Jh. den Perser-Typ unter Verwendung der Angoras, bis von diesen nichts mehr übrig blieb, zu züchten, während in Europa Krieg stattfand.
In nur gut 20 Jahren wurde nach 300 Jahren in Deutschland eine, wenn auch gekreuzte (es gab ja vorher noch keine Zucht-Standards), Rassekatze durch Machtgerangel einfach lequidiert . Die Vermutung liegt nahe, dass im Zuge des "Arischen" Wahns dieser unrühmlichen Zeit auch vor den Tieren nicht Halt machte.
Die ANGORAKATZE war, wenn auch "nur" als Rassekatzebegriff, zumindest seitdem verschwunden, hielt sich jedoch hartnäckig im europäischen Sprachschatz und Haushalten und überdauerte bis heute in allen Ländern, die nicht unter amerikanischem Einfluss standen (vorzugsweise im sozialistischen Länderblock).
Unten Auszüge aus nationalsozialistischer Literatur (wie rechts oben) . Nicht nur, dass die nun als "Deutsches Langhaar" bezeichnete Katze genauso aussieht, wie die Angorakatze und ähnlich der heutigen Türkisch Angora , (oben), es wird nach wie vor Pelzhandel betrieben :" . . . hunderettausende werden von der deutschen Gesellschaft für Pelztierzucht veranschlagt. . ."(1942) - siehe auch Text "Kurzhaarmamor" .
Es ist nicht anzunehmen, dass diese Literatur aus jedermann bekannten Gründen nach 1945 zur weiteren Verwendung kam. Die Darstellung hier dient lediglich dazu, Irrungen und Wirrungen zu belegen.
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1942 | | 1942 |
Allerdings gab es daneben ( zum Glück ) immer große Liebhaber dieser schönen Tiere und strikte Gegner des Fellhandels.
1939- 45 2.Weltkrieg
1950 - Gründung der FIFe (Federation Internationale Feline) , das europäische Pendant zum CFA
1951 - Beitritt (West)Deutschlands zur FIFe
In den Jahren danach wurden mehrere weitere Dachorganisationen gegründet und bestehende Vereine umbenannt und neu organisiert.
Mühsam erkämpfte sich später die schlanke , halblanghaarige Angora, die dem einstigen "Angoratyp" des 17.Jh. am nächsten kam , im damaligen "Westen" als Türkisch Angora
1970 - in weiß , Anerkennung durch den CFA
1978 - in Farben - " -
1988 - in weiß , Anerkennung FIFe
1994 - in Farben, - " -
Der Perser-Standard dagegen wurde mehrfach geändert, so z.B. 1980 und 2007, nachdem bei dem stämmigen, gedrungenen, runden sogn. Hochzuchtperser das Peke-Face (eingedrückte Nase, Atemschwierigkeiten,tränende Augen) bei den Zuchtrichtern in Ungnade fiel . Nach neuesten wissenschaftlichen Genstudien sind bei Perserkatzen Gene westeuropäischer Katzenpopulationen nachweisbar, nicht jedoch die eines angeblich persischen Ursprungs.
Der DDR-Standard kannte kein Peke-Face.
Die langhaarige "ANGORA"-Hauskatze, wie sie bis in die - 80iger Jahren und darüber hinaus (dank DDR-Standard) hier und dort existierte, die weder die schlanke Form der Türkisch Angora noch den gedrungenen Wuchs und das kurze, verkniffene Gesicht des amerikanischen Persers hat, ist mein Favorit - ausschließlich zur Freude für Auge und Ohr sowie gegenseitigem Genuß von Streicheleinheiten.
Der/die geneigte Leser/in möge sich selbst eine Meinung bilden.
Weiteres Wissenswertes wird ergänzt. (Waldkatze) 
Tipp's zur Haltung & Pflege
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Gesunde Katzen, die sich wohlfühlen!
Das ist die Voraussetzung für ein angenehmes Miteinander mit Ihrem vierbeinigen Freund... An dieser Stelle finden Sie immer aktuelle Tipps rund um die Haltung und Pflege von Katzen.
Wussten Sie, dass Milch schädlich sein kann für erwachsene Tiere? Denn der in der Milch enthaltene Milchzucker kann zu schweren Verdauungsstörungen führen... Geben Sie Ihrer Katze also nur frisches Wasser zu trinken.
Schneiden Sie Ihrer Katze regelmäßig die Krallen! In der Natur sorgen Katzen durch regelmäßiges Wetzen dafür, dass die Krallen nicht zu lang werden. Bei Hauskatzen kann dies aber trotz Kratzbaum schnell passieren. Zu lange Krallen erkennen Sie daran, dass diese auch eingefahren hervorstehen und die Katze öfter mal mit den Krallen hängenbleibt. Kürzen Sie die Krallen einfach mit einem Nagelknipser. Schneiden Sie dabei aber wirklich nur die äußersten Spitzen ab, denn gleich dahinter befinden sich empfindliche Nerven!
Bevor Sie sich für ein Kätzchen oder ein erwachsenes Tier interessieren, sollten Sie folgende Fragen für sich klären :
- Erlaubt Ihr Mietvertrag Tierhaltung?
- Hat eine Katze in Ihrer Wohnung genügend Bewegungsfreiheit, evtl. sogar einen Balkon, der abgesichert werden kann oder weitgehend gefahrlose Freigangmöglichkeit ?
-Sind alle in Ihrem Haushalt lebenden Personen mit der Anschaffung eines Haustieres einverstanden ?
- Sind Sie sicher, daß keine Person in Ihrem Haushalt eine Tierhaar-Allergie hat ?
- Haben Sie genügend Zeit für eine Katze ?
- Haben Sie jemanden, der im Falle von Urlaub die Katze versorgt ?
- Können Sie Erbrochenes oder auch einmal Durchfall aufwischen ?
- Können Sie täglich zweimal die Katzentoilette reinigen ?
- Können Sie über Kratzspuren an Möbeln und Katzenhaare auf der Couch (im Bett) hinwegsehen ?
- Können Sie es hinnehmen, daß die Katze auch einmal einen Blumentopf umwirft ?
- Sind Sie bereit und in der Lage, ca. 30,- bis 40,- Euro im Monat für Futter und Streu auszugeben ?
- Sind Sie bereit und in der Lage, die Katze regelmäßig einem Tierarzt vorzustellen ?
- Sind Sie sich bewußt, wie alt eine Katze werden kann ?
- Haben Sie schon einmal ein Fachbuch für Katzen gelesen ?
Wenn Sie all diese Fragen mit einem klaren Ja beantworten können, dann sind sie auf dem besten Wege, ein guter “Dosenöffner” zu werden...
Auch mit der Akzeptanz einer Schutzgebühr in üblicher Höhe für ein hier vorhandenes Tier zeigt der zukünftige Besitzer, dass er auch Willen's und in der Lage ist , für das Tier artgerecht zu sorgen und keine unlauteren Absichten hegt. Wer nicht viel oder garnichts für den lebenslangen neuen Hausgenossen ausgeben will, wird auch nicht wollen, sich in Zukunft ausreichend um das Tier zu sorgen. Wer hier ein "preiswertes" "Rassetier" von dummen "Ossi's" erwartet, ist auf der falschen Seite. Wer auf reinrassige Tiere Wert legt, sollte sich bei einem entsprechenden Züchter vorab vom Stammbaum und Gentest überzeugen und dann auch den entsprechenden Kaufpreis von mehreren hundert Euro tragen.
Hier werden event. Nachkommen oder Alttiere nur noch mit einem Schutzvertrag abgegeben, um das Tier vor etwaigen Machenschaften zu schützen und nicht aus einem Mischling z.B. plötzlich später ein Rassetier wird und/oder versucht wird, es zu einer höheren Summe als die der Schutzgebühr weiter zu veräußern. Leider gibt es immer wieder "schwarze Schafe" unter Tierliebhabern.
Nachdem das Kätzchen bei Ihnen zu Hause angekommen ist, sollte es zunächst einige Zeit im geschlossenen, später geöffnetem Transportkorb verharren dürfen, um sich in Ruhe mit den neuen Düften und optischen Eindrücken vertraut zu machen. Ein bestimmtes Zimmer sollte zunächst nur für den Neuankömmling reserviert und ein Familienmitglied seine Bezugsperson sein. Es wird sich mit der Zeit sein "Revier" von selbst vergrößern.
Das Kleine wird bald von selbst auf Sie zukommen, selbst wenn es sich, auch über Tage hinweg, in eine hinterste Ecke verzieht, wenn es nicht vorher von Ihnen, oder kleinen Kindern "zum Spielen" gedrängt wird. Lassen Sie ihm daher genügend Zeit ohne Störung und wohlgemeinten Annäherungsversuchen. Füttern Sie das Tier regelmäßig und sprechen Sie mit ihm, so dass es sich an Ihre Stimme gewöhnen kann und merkt, dass Sie es nicht böse mit ihm meinen ( nach dem neuen, erschreckenden Erlebniss der vielleicht längeren brummenden Autofahrt in der Transportbox mit Straßenlärm ... ) . Das Tier hört an Ihrer Stimme, ob Sie es gut meinen. Die scheuesten Tiere entwickeln sich erfahrungsgemäß zu den anhänglichsten Lebensbegleitern.
Es ist ein erstaunlicherweise verbreiteter Irrglaube, dass sich ein wenige Wochen (4 -8) altes Tier "seine" neuen "Dosenöffner" alleine aussucht. Ein gesundes Tier wird zunächst naturgemäß Vorsicht walten lassen, auch bei einer Besichtigung - die "Neuen" riechen fremd, sprechen anders und sehen anders aus als die sonstigen Bezugspersonen. Selbstverständlich gibt es jedoch auch bereits unter den Kleinen "Draufgänger" und "Übervorsichtige" . Dabei muß ein "Draufgänger" , der sofort an Ihren Schuhen eine "Riechprobe" nimmt und sich damit Sie als neuen "Dosenöffner" angeblich "ausgesucht" hat, garnicht zu Ihnen passen, weil Sie vielleicht ein eher ruhiges, zurückhaltenes Tier suchen. Daher liegt es einzig und allein am Menschen, wie er auf das Tier zu - u. eingeht geht und nicht umgekehrt. Eine andere Auffassung zeugt von Unkenntnis tiereigener, naturgemäßer Verhaltensweisen.
Einen weiteren sehr hilfreichen Ratgeber finden Sie HIER.
Weitere Tipps werden bald ergänzt.

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- ohne Worte - |

Auch ein Hund gehört übrigens zum Mullen - Hof . . .
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